Neue Wärmeversorgung für ein Klinikum, nach strukturierter Arbeitsweise

Die kalte Jahreszeit hat uns Jahr für Jahr zunehmend fester in ihrer Gewalt und stellt unsere Heizsysteme und auch unser Budget für die Heizkosten hart auf den Prüfstand. Egal ob Shopping-Center oder Gewerbepark , Klinikum oder Einfamilienhaus - das Thema Behaglichkeit ist bei dieser Witterung ein ganz Zentrales. Da ein Klinikbetrieb in Sachen Raumtemperaturen feste Vorgaben zu erfüllen hat und dadurch das Thema Behaglichkeit ein ganz entscheidendes Kriterium für den Genesungsprozess der Patienten darstellt, kann eine Kostenreduzierung der Energieaufwendungen nur durch Veränderungen an der Technik erfolgen.

 

Dieser Herausforderung steht auch ein nicht näher zu nennendes Klinikum gegenüber. Da ein Klinikbetrieb in Sachen Raumtemperaturen feste Vorgaben zu erfüllen hat und dadurch das Thema Behaglichkeit ein ganz entscheidendes Kriterium für den Genesungsprozess der Patienten darstellt, kann eine Kostenreduzierung der Energieaufwendungen nur durch Veränderungen an der Technik erfolgen. Daher umfasst der Auftrag, die in die Jahre gekommenen Wärmeversorgung mit derzeit zwei 1000 kW Ölkesselanlagen und  zu Spitzenzeiten unterstützend zusätzlich von  zwei 500 kW Ölkesselanlagen, durch eine energieeffizientere Anlagentechnik abzulösen.

Für die Umsetzung dieses Projektvorhabens konnte EWT die eigens für Bestandsprojekte entwickelte Herangehensweise anwenden. Diese sieht in einem ersten Schritt die Sichtung und die strukturierte Sortierung des vorhandenen Planbestandes vor. Zur Schaffung eines Gesamtüberblicks wird dieser Bestand nach den Kostengliederungsgruppen der DIN 276 gescannt und abgelegt.

Bei Bestandsbauten klafft häufig eine Dokumentationslücke zwischen Errichtungszustand und gegenwärtigen Bauzustand. Dieser Umstand lag auch in diesem Projekt vor, so dass die hauseigene Planungsabteilung von EWT ein 3D-Gebäudemodell mit aktuellem Raumnummerknonzept der Liegenschaft erstellte.

Für die Neuplanung einer Wärmeversorgung ist das Verhältnis von Wärmeverbrauch und tatsächlichem Wärmebedarf entscheidend, daher galt es eine energetische Ist-Bilanz zu erstellen. Unterstützend dazu wurden neben den Verbrauchsabrechnungen der letzen Jahre, auch von EWT bei frostigen Bedingungen Last-Messungen vorgenommen. Im Anschluss wurde für die Erstellung der IST-Bilanz aus dem Gebäudemodell das Raumbuch Raum für Raum mit den zugehörigen Heizgruppen und Lüftungstechnischen  Anlagen versehen, um einen Überblick über den derzeitigen Versorgungsgrad zu bekommen. Ergänzt um die Raumnutzung und die notwendige  Raumtemperaturen. Im nächsten Step wird in Abhängigkeit der Gebäudehülle die Heizlast und der EnEV-Nachweis über das 3D-Gebäudemodul errechnet und der Energiebilanz gegenüber gestellt.

Diese Energiebilanz stellt die Basis für die Neuauslegung der Heizungstechnik und der Prüfung der Anbindung von Wärmerückgewinnung über die bestehende Lüftungstechnik. Der Auftraggeber hat bereits Vorgaben für die neuen Heizungstechnik bekannt gegeben. Nach  der Unternehmensphilosophie wird die Heizungstechnik auf eine Pelletbefeuerung umgestellt. Die Dimensionierung wird aus der Heizlast bestimmt.

Die Fachplaner von EWT sehen in der technischen Umstellung ein erhebliches Einsparpotential.

Die anstehende Wirtschaftlichkeitsberechnung mit Variantenvergleich wird dem Eigentümer eine Entscheidungsvorlage liefern, nach der unter Vollkostengesichtspunkten, die für den Standort bestmöglichste Lösung im Herbst 2012 in die Umsetzung gehen wird.